Nachhaltige Zahnpflege mit Zahnbürsten aus Bambus

Mein Zahnarzt hat mir empfohlen meine Zahnbürste alle 3 Monate zu wechseln. Zusätzlich hat er mir auch ans Herz gelegt doch bitte eine elektrische Zahnbürste zu nutzen und regelmäßig Zahnseide zu gebrauchen. So kann man sich fragen, warum ich im Folgenden über plastikfreie Zahnpflege mit Bambuszahnbürsten schreibe. Ganz einfach:

Meine Bambuszahnbürste ist mein bester Reisebegleiter.

Im Urlaub oder auf Familienbesuchen am Wochenende möchte ich einfach keine elektrische Zahnbürste inklusive Ladestation mitschleppen und habe mich für die leichte und einfach Bambuszahnbürste entschieden. Dabei gibt es inzwischen viele verschiedene Hersteller, die der klassischen Handzahnbürste aus Plastik den Kampf angesagt haben und auf Nachhaltigkeit setzen.

Vorher möchte ich euch noch anhand einer Rechnung zeigen, warum so eine Zahnbürste aus Plastik über einen längeren Zeitraumganz schön viel Müll produziert.
Stellt man sich vor, dass man, wie von meinem Zahnarzt empfohlen, alle 3 Monate die Bürste wechselt, so verbraucht man in einem Jahr 4 Zahnbürsten.
In 10 Jahren
wären das gleich schon 40 vermeidbare Plastikteile.

In 80 Jahren verbraucht man ca. 320 Zahnbürsten.

Bestehen die Zahnbürsten jetzt aber nicht aus Plastik, sondern aus Bambus so kann man sie nach ihrer Lebenszeit einfach kompostieren. Oder man erhält pro Jahr 4 tolle neue Kräuterschilder indem man die Bambusstile umfunktioniert und weiter benutzt.

Der Vorteil von Bambus ist zum einen das schnelle Wachstum des Rohstoffes.

Dazu kommt, dass Bambus eine antibakterielle Wirkung hat. So empfinde ich meine Bambuszahnbürste als deutlich hygienischer als die Variante aus Plastik, da ich weiß, dass sich Bakterien sehr gerne auf Plastik sammeln. Das Gleiche gilt übrigens auch für den Zahnputzbecher. Das Putzen klappt genauso gut wie mit jeder anderen Zahnbürste und der Stiel liegt auch gut in der Hand. Obwohl Bambus derzeit sehr beliebt ist, würde mir der Rohstoff noch besser gefallen, wenn er nicht aus China importiert werden müsste.

Das Wichtigste an einer Zahnbürste ist aber meiner Meinung nach der Kopf mit den Bosten.

Die Borsten der Bambuszahnbürste auf meinen Bildern bestehen aus PBT (Polybutylenterephthalat), was leider Kunststoff ist, wenn auch laut Hersteller baumfrei recyclingfähiger Kunststoff ohne BPA. Die Kunststoffborsten haben im Vergleich zu Naturborsten wie z.B. Schweineborsten den Vorteil, dass somit die Zahnbürste vegan ist.

Andere Hersteller wie zum Beispiel Hydrophil stellen ihre Borsten aus Rizinusöl her und produzieren so ein erdölfreies Nylon. Die Borsten stecken übrigens meist nur im Stiel und sind nicht geklebt. So kann man zum Kompostieren des Bambusstils die Borsten einfach mit einer Zange entfernen und separat entsorgen.

Eine Zahnbürste kostet im Onlineshop meist zwischen 3 und 4€, wobei es hierbei lohnt sich gleich eine größere Lieferung zu bestellen, denn ab vier Stück gibt es oft Mengenrabatt. Alternativ habe ich Bambuszahnbürsten inzwischen schon preisgünstig in vielen Drogeriemärkten entdeckt.

Anstatt herkömmlicher Zahnpasta nutze ich zur Zahnreinigung übrigens Zahnputztabletten.

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