Mein kleiner Garten

In den letzten Jahren entdeckte ich das Gärtnern für mich, aber war leider aufgrund meiner Wohnsituation (kleine Wohnung + Balkon in der Großstadt) diesbezüglich sehr eingeschränkt. So wuchsen auf meinem Balkon zwar Kletterbohnen bis zu den Nachbarn hoch und auch eine Tomaten- sowie Gurkenpflanze fanden ihren Platz, aber ansonsten war die Pflanzauswahl übersichtlich. Mit dem Umzug aufs Land änderte sich dies. Endlich hatte ich Platz für den Anbau von Obst und Gemüse direkt vor der eigenen Haustür.

Gemüseanbau

Schon im Winter beschäftigte ich mich mit der Planung meines ersten richtigen Gartenjahres. Ich schreib mir einen Pflanzplan und kaufte das erste Saatgut. Hierbei entschied ich mich für samenfeste Sorten in demeter Qualität. Da ich so aus meinen eigenen Pflanzen wieder neues Saatgut gewinnen kann.

Ich plante insgesamt mit 5 Hochbeeten und zwei Erdbeeten. Am Ende reichten diese allerdings nicht aus und ich baute noch zwei zusätzliche Beete für die Stangenbohnen, für die Rote Beete sowie den Rotkohl. Außerdem kamen eine kleine Variante für die Gurke und drei große Pflanztöpfe für die Tomaten hinzu.

Selbstgebaute Tischhochbeete

Bei meinen Beeten entschied ich mich für Tischhochbeete. Diese sind mobiler als klassische Hochbeete, aber haben den Nachteil, dass sie keinen direkten Kontakt mit dem Mutterboden haben. In meinem Fall stehen die meisten der Beete aber sowieso auf Schotter. Gebaut habe ich die Tischhochbeete aus Fichtenholz, welches ich noch da hatte. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich dickere Bretter verwendet. Meine Vorgehensweise habe ich euch anhand der Bilder vom Bau meines kleinen Gurkenbeetes dokumentiert.

Für die großen Tischhochbeete entschied ich mich für eine Länge von 120 cm, eine Tiefe von 60 cm und eine Höhe von 90 cm. Zuerst schraubte ich je fünf Bretter (Profilholz mit Nut und Feder) für die langen Seiten auf zwei Pfosten und verschraubte diese an den kurzen Seiten mit weiteren Holzbrettern, sodass ein Kasten entstand. Für den Boden fügte ich zwei Querstreben ein und schraubte einzelne Bretter als Boden daran an. In die Ecken ließ ich jeweils einen kleinen Spalt, damit später überschüssiges Wasser ablaufen kann. Abschließend habe ich die Beete gestrichen und von innen foliert. Dann folgte das Befüllen.

Der Boden meiner Beete ist mit Blähton bedeckt, welche als Drainage funktioniert. Darüber folgen Äste und Laub. Als nächste Schicht habe ich einfache Erde mit Komposterde gemischt und abschließend alles mit gekaufter Gemüseerde (TORFFREI!) bedeckt.

Erntezeit

Im März habe ich mit der Aufzucht meiner Pflänzchen begonnen, sodass ich sie pünktlich nach den Eisheiligen in meine Beete setzen konnte. Den Spinat und einiges an Salat säte ich schon vorher direkt aus. Inzwischen ist Mitte August und in den Hochbeeten hat sich schon einiges getan. So wurde der Kohlrabi zum Beispiel von der Rote Bete abgelöst und der wöchentliche Zucchiniertrag ist mehr als beachtlich. Die Tomaten werden auch immer mehr sowie schneller rot und ich habe das Einkochen für mich entdeckt. Bei den vielen leckeren Lebensmitteln gibt es einfach auch nichts schöneres als sich auch einen kleinen Vorrat für den Winter anzulegen.

Zwischenzeitlich hatte ich noch etwas Probleme mit Blattläusen, aber die habe ich mit Schwarztee gut vertrieben. Außerdem kämpfte ich mit den Schnecken, die meine Bohnen für sich entdeckt hatten. Hier half aber das Mulchen mit Rasenschnitt und etwas Kaffesatz auf der Erde, dessen Geruch sie wohl vertrieben hat. Kaffeesatz ist nebenbei auch ein wunderbarer Dünger, den ich für meine Tomatenpflanzen ab und zu benutze.

Für mehr Nachhaltigkeit

Außerdem angepflanzt habe ich eine Blumenwiese für Insekten. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass die verschiedenen Blumen möglichst nicht alle gleichzeitig blühen. So finden die Bienen, Hummeln und Co über viele Monate Nektar und Pollen.

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