Plastikfreie Sonnenmilch

Ich habe plastikfreie Sonnenmilch entdeckt. Schon diese Aussage macht mich unglaublich glücklich, denn ich bin meinem plastikfreien Haushalt wieder ein Stück nähergekommen.

Anmerkung:
Bei meinem ersten Besuch im Unverpacktladen Stückgut in Hamburg kaufte ich die Creme mit Lichtschutzfaktor 30. Nach dem ausgiebigen Testen war ich glücklicherweise nochmal in Hamburg und kaufte mir den passenden Pumpspender dazu. Ich hatte nämlich gemerkt, dass die Sonnenmilch dickflüssiger als gedacht ist und jedes Mal die Sonnenmilch mit dem Ende eines Löffels aus der Flasche zu holen ist dann doch komisch… Der Pumpspender ist leider aus Plastik, aber kann für jede Sonnenmilch wiederverwendet werden.

Hier also meine plastikfreie Sonnenmilch von Villa Lavanda im Test:

Anwendung: Nach dem Kauf des Pumpspenders hat sich die Anwendung deutlich vereinfacht. 1-2 Mal pumpen und schon hat man eine gewisse Menge an Sonnenmilch auf der Hand, die man dann auf der Haut verteilen kann. Nach dem Verteilen waren meine Hände nicht übermäßig klebrig. Bei Sonnencremes mit mineralischen Filtern wird oft der weiße Film auf der Haut kritisiert. Dieser ist mir in leichter Form an meinen eingecremten Beinen aufgefallen. Ohne diesen Film geht es nicht, denn mineralische Filter wirken als Schutzfilm und spiegeln das Sonnenlicht. Aber keine Angst: ich sah noch lange nicht aus wie ein Gespenst und hätte ich nicht vorher nicht so viel über mineralische Filter wie Zinkoxid gelesen, wäre es mir auch nicht weiter aufgefallen.

Inhaltsstoffe:  Wasser, Zinkoxid, Mandelöl, Kokosöl, Jojobaöl, Pflanzliches Glycerin, Alkohol, Vitamin E, Pflanzlicher Emulgator, Mangobutter, Xanthan, Kaliumsorbat, Zitronensäure.

Anfangs hatte ich ein bisschen Sorge wegen dem Zinkoxid, der als mineralischer UV- Filter dient. Laut wissenschaftlichen Studien ist nicht auszuschließen, dass Nanopartikel mit dem Körper eindringen und diesem schaden. Laut Hersteller ist die Sonnenlotion aber frei von Nanopartikeln.

Witziger Weise fiel mir beim zweiten Einkauf auf, dass sich die Rezeptur ein kleines bisschen verändert hat. Bei der älteren Sonnenmilch waren anstatt Xanthan, Kaliumsorbat und Zitronensäure ätherische Öle enthalten (siehe Foto). Auch ist die neue Rezeptur deutlich flüssiger und der Geruch hat sich verändert.

Duft: Der Geruch der alten Sorte ist schon sehr intensiv. Dabei riecht die Creme so gar nicht wie vergleichbare herkömmliche Sonnenmilch. Der Duft ist wirklich schwer zu beschreiben und lässt sich erst so richtig über die Inhaltsstoffe identifizieren. Ich bilde mir nämlich ein ich rieche in erster Linie das Mandelöl.

Die neue Rezeptur riecht deutlich weniger intensiv und mehr wie man es von einer Sonnenmilch erwartet.

Marke: Die Marke Villa Lavanda stammt aus Hamburg. Ich glaube einen kürzeren Transportweg gibt es nicht, da ich die Sonnenmilch ja auch direkt in Hamburg gekauft habe. Zur Verkaufsstelle wird sie übrigens per ÖPNV transportiert. Ansonsten setzt die kleine Firma auf plastikfrei. Alle Produkte wie Shampoo, Zahnpasta, Spülmittel oder Sonnenmilch gibt es in der Glasflasche zu kaufen. Weitere Produkte wie Natron gibt es in der Papiertüte zu kaufen. Einzig der optionale Pumpspender besteht aus Plastik. Diesen kann man aber glücklicherweise immer wieder benutzen. Insgesamt führt der Shop 106 Produkte (Stand Juli 2016).

Haltbarkeit: Ich nutze die Sonnencreme wie meine bisherigen Sonnencremes auch. Das bedeutet ich gehe anstatt in die Mittagshitze lieber in den Schatten, denn sonst bekomme ich einen Sonnenbrand. Auch creme ich über den Tag mehrfach nach. Ich konnte keinen Unterschied der Wirkung zu einem synthetischen Filter ausmachen. Leider habe ich die nicht “wasserfeste” Sonnenmilch noch nicht beim bzw. nach dem Baden getestet. Sonst würde der Artikel noch so 2 Monate bis zum nächsten Sommerurlaub warten und dann haben die Meisten von euch schon Sonnencreme aus der Drogerie in der Plastiktube für die Ferien gekauft. Das will ich aber unbedingt vermeiden.
Was ich hierbei noch erwähnen möchte: herkömmliche Sonnencreme mit synthetischem Filter löst sich auch leicht bei dem Kontakt mit Wasser – angebliche Wasserfestigkeit hin oder her. Das bedeutet, dass bei jedem Mal baden Chemie ins Wasser gelangt. Sei es jetzt Meer, See oder Teich. Die chemische Sonnencreme verunreinigt das Wasser und ist eine große Gefahr für das Ökosystem mit all seinen Tieren und Pflanzen. Aus diesem Grund sollte man unbedingt auf synthetische Filter verzichten.

Verpackung: Wie ich schon erwähnt habe besteht die Verpackung der 200ml Flasche aus Glas. Der Deckel wurde aus Aluminium gefertigt. Die Etiketten stammen aus Papier. Laut Hersteller spare ich so pro Sonnenmilch 38g Plastikmüll.

Preis und Verfügbarkeit: Ich habe die Sonnenmilch in den Hamburger Unverpacktläden Stückgut entdeckt und gekauft. Dabei habe ich knapp 12€ bezahlt. Ansonsten kann man die Sonnenlotion mit dem Lichtschutzfaktor 20 oder 30 auch online bei dawanda bestellen. Allerdings kommen da noch Versandkosten dazu.

Fazit: ICH BIN GLÜCKLICH UND FÜR DEN SOMMER BESTENS GERÜSTET.

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