Nachhaltige Adventszeit – Ideen und Geschenke

Wenn ich an Weihnachten denke, dann steigt mir der Geruch von Tanne und Lebkuchen in die Nase. Ich höre das Lied Oh du fröhliche, oh du selige im Ohr und auf meinem Schoß liegt ein Weihnachtsbuch. Das Weihnachtsbuch ist ein altes Kinderbuch mit dem Titel “Beim Weihnachtsmann” von Karl-Heinz Schuster. Es erschien 1991 vom Verlag Förster & Borries als Neuauflage des Werkes von 1945. Warum ich das so detailliert beschreibe? Nun ja das Buch bzw. der Verlag hat seinen Sitz in Zwickau – genau dort wo ich dieses Jahr hingezogen bin. Zufall oder nicht – das bleibt wohl das Geheimnis von Weihnachten.

Schon die Wochen vor Weihnachten haben für mich etwas Aufregendes: Es liegen so viele Geheimnisse und Überraschungen in der Luft. So ist die Adventszeit die Zeit der Freude und die Zeit der Familie. Wie man sie nachhaltig versüßt möchte ich euch hier erzählen.

Weihnachtlich schmücken

Letztes Jahr habe ich bereits im Sommer an Weihnachten gedacht und im Urlaub bei Regenwetter über 20 Tannenbäume und Schneeflocken gefilzt. Diese schmückten zur Weihnachtszeit die komplette Wohnung. Dieses Jahr habe ich passend dazu noch einige Tannenbäume und Sterne getöpfert. Zusätzliche verwende ich sehr gerne Dekoration aus der Natur, sodass Tannenzapfen und kleine Zweige nicht fehlen dürfen. Aus Stöcken lässt sich zum Beispiel auch ein Tannenbaum zum Aufhängen basteln. Für den winterlichen Duft mag ich auch getrocknete Orangenschalen und Zimtstangen sehr gerne. Außerdem bei mir in der Familie sehr beliebt ist eine mit Nelken bestickte Orange.

Wer seine Weihnachtsdekoration lieber kauft anstatt selber zu machen, dem kann ich die kleinen Manufakturen im Erzgebirge empfehlen. Echte Handwerkskunst ist einfach kein Vergleich zu Massenprodukten aus China. Letztes Jahr habe ich passend dazu den Ort Seiffen besucht und mich der Erzgebirgischen Volkskunst und dem Zauber von Schwibbbögen und Weihnachtspyramiden hingegeben.

Keine Weihnachtsdeko ohne Kerzen
So gemütlich das sanfte Kerzenlicht in der dunklen Jahreszeit auch ist, sind leider Kerzen nicht unbedingt nachhaltig, denn die meisten bestehen aus Paraffin (Erdöl) oder Stearin (Palmöl). Mehr dazu in diesem Artikel. Eine Alternative sind Kerzen aus Rapsöl oder Bienenwachs. Darüber hinaus lassen sich auch aus Wachsresten neue Kerzen gießen.

AdventsZEIT

Zwischen all dem weihnachtlichen Trubel ist es manchmal nicht so einfach Ruhe und Zeit zu finden. Dabei sind die Momente vor dem Kamin oder eingemummelt auf dem Sofa mit Tee und einem guten Buch die schönsten Momente. Für Groß und Klein ist das Buch “Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten” von Astrid Lindgren zu empfehlen. Neben Ruhe und Zeit für sich, ist auch die Zeit mit der Familie besonders wichtig. Ein Grund, wieso im selbstgebastelten Adventskalender kleine Gutscheine wie Schlittschuh fahren, ein Waldspaziergang und das gemeinsame Plätzchenbacken nicht fehlen dürfen. Zutaten wie Marzipan, Nougat, Orangeat und Lebkuchengewürz kaufe ich dabei müllfrei im Unverpacktladen.

Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum
So sehr ich einen leuchtenden Tannenbaum im Wohnzimmer liebe, so sehr schmerzt mich die kurze Lebenszeit der Bäume. Dazu kommen Massen an Pestizide, mit den die edlen Bäume belastet sind. Mehr dazu hier. Nachhaltiger sind Bio-Weihnachtsbäume oder noch besser: Langlebige Alternativen aus Holz. Eine weitere Idee ist es einen Baum im Garten zu schmücken. Diesen kann man auch als Geschenk für die Tiere (Vögel und Eichhörnchen) mit Nüssen, Äpfeln und Körnern bestücken.

Was schenken?

In meiner Familie wird dieses Jahr gewichtelt, was bedeutet, dass jeder nur eine Person aus der Familie beschenken darf. Dies sorgt dafür, dass man sich intensiver damit auseinandersetzt, was die andere Person wirklich braucht und was ihr eine Freude macht.

Darüber hinaus verschenke ich gerne kleine selbstgemachte Dinge. Letztes Jahr habe ich mich an Bienenwachstücher versucht. Das Jahr davor gab es selbstgemachte Schokocrossis für die ganze Familie. Für dieses Jahr habe ich schon im Herbst Rosenblätter getrocknet, die ich als Badezusatz verschenken möchte [Liebe Familie: Diese Info überlest ihr bitte]. Eine weitere Idee zum Thema nachhaltige Geschenke ist ein kleiner Inspirationskorb aus dem Unverpacktladen gefüllt mit Leckereien, einer Spülbürste aus Holz, Zahnputztabletten und Bambuszahnbürste… Eine größere Anschaffung ist eine Trinkflasche oder Brotdose aus Edelstahl. Dabei spart sie über viele Jahre viel Müll, weshalb sie auf meiner Geschenkeliste für Familie und Freunde ganz oben steht. Ich bin übrigens der Meinung, dass man auch sehr gut gebrauchte Dinge verschenken kann. Gerade für Kinderspielzeug ist ein Besuch auf dem Flohmarkt und das Stöbern auf Kleinanzeigen absolut Gold wert. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit aussortierten und unperfekten Produkten eine Chance zu geben. Ihr findet diese zum Beispiel im Onlineshop von Mit Ecken und Kanten.

Die schönsten Geschenke sind allerdings mit Zeit verbunden: Ein gemeinsames Picknick, ein Besuch in einer Sternwarte, ein Kochabend, ein Töpferkurs… Und für alle Menschen, die wunschlos glücklich sind, ist vielleicht eine Spende genau das Richtige. So habe ich letztes Jahr zusammen mit meinem Freund eine Bienenpatenschaft verschenkt. Passende Geschenke von einer Ziege bis zur Baumpflanzung findet ihr zum Beispiel über OxfamUnverpackt.

Nachhaltig verpacken

Bevor die Geschenke am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum liegen können, fehlt allerdings noch das Verpacken. Wobei, wer sagt eigentlich, dass Geschenke immer verpackt sein müssen? Manchmal reicht auch einfach eine schöne Schleife. Dafür habe ich inzwischen eine ganze Schublade voller Schleifenband angesammelt, da ich diese von allen Geschenken behalte und wiederverwende. Zusätzlich besitze ich auch eine große Sammlung an kleinen Beerenschälchen oder Obstkörben, die sich hervorragend als Geschenkeverpackung eignen.

Trotzdem steigere ich auch gerne die Vorfreude und verpacke meine Geschenke mit besonders viel Liebe. Ein Geschenkpapier, welches keinen zusätzlichen Müll verursacht, ist dabei Zeitungspapier. Verziert mit etwas Tannengrün oder kleinen selbstgebastelten Anhängern aus Salzteig, Glöckchen und Stempeln entstehen so einzigartige Geschenkeverpackungen. Auch Kalenderblätter, alte Zeitschriften oder Karten lassen sich wiederverwenden. Gut eingewickelt sind die Geschenke auch in Bienenwachstüchern. Diese übernehmen nicht nur die Rolle des Geschenkepapiers, sondern bilden darüber hinaus auch ein Geschenk. Als weitere Idee sind noch kleine Stoffbeutel und Tücher zu nennen, die die Geschenke sicher verpacken.

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