Fertigprodukte, die ich nicht mehr kaufe: Rezeptsammlung

Es ist so einfach: Tüte auf, Wasser rein und fertig ist das Mittagessen. Die Tütensuppe ist nur ein Beispiel für Fertigprodukte, die wir alle kennen, aber eigentlich nicht brauchen. Die selbstgekochte Alternative ist nämlich nicht nur müllfrei und günstiger, sondern auch nicht so viel aufwendiger in der Zubereitung. Im Fall der Suppe kann man diese wunderbar in großen Mengen herstellen und dann auf Vorrat einfrieren.

Croutons oder Semmelbrösel

Trockenes Brot oder alt gewordene Brötchen lassen sich zu knusprigen Croutons als Topping für Suppen und Salate verarbeiten. Dafür die Backware in Würfel schneiden und mit reichlich Öl oder Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Brotwürfel darin goldbraun rösten.

Auf Vorrat lassen sich die Brotreste auch zu Semmelbrösel verarbeiten. Dafür müssen diese aber unbedingt gut durchgetrocknet sein. Anschließend in einem Mixer zerkleinern. Aufbewahrt in einem verschlossenen Glas halten sich die Semmelbrösel einige Monate und können für Bratlinge oder zum Panieren verwendet werden.

Wraps

Selbstgemachte Wraps werden vielleicht nicht so perfekt rund, wie die gekauften Varianten, aber sind in ihrer Herstellung unglaublich günstig und ohne nervige Plastikverpackung. Für 4 Wraps benötigst du:

  • 200g Dinkelmehl
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 2 El Olivenöl
  • 1 TL Salz

Zutaten mischen und zu einem glatten Teig verkneten. Sollte dieser noch zu trocken sein, etwas Öl ergänzen. Zu vier Kugeln formen und diese ausrollen. Dann gleichmäßig in der Pfanne anbraten. Tipp: Nach dem Füllen rolle ich den Wrap nicht zusammen, sondern falte ihn. Dafür mache ich mit einem Messer von der Mitte ausgehen einen Schnitt und lege die zusammenhängenden Dreiecke übereinander. Jetzt im Winter darf Krautsalat im Wrap nicht fehlen.

Maggi

Die Begeisterung für Maggi habe ich noch nie verstanden. Anstatt einer fertigen Würzsoße verwende ich viel lieber hochwertige Bio-Gewürze. Besonders empfehlen kann ich Sieglindes Erdapfelgewürz oder Holy Veggie von Sonnentor. Außerdem nutze ich Schnittlauch, Petersilie, Thymian und Currykraut aus meinem Garten. Wer es salziger mag, kann ein Kräutersalz herstellen. Dieses lässt sich auch schön verschenken. Zerkleinert dafür im Mixer 1 TL getrockneten Knoblauch mit je 2 TL Oregano, Petersilie und Basilikum und 150g Steinsalz. Essbare Blüten bringen zusätzliche Farbe.

Süße Fertigprodukte, die ich nicht mehr kaufe:

Sirup

Ich liebe selbstgemachten Sirup. Dabei kann ich mich gar nicht entscheiden, welches Obst oder Kräuter ich zuerst zu der süßen Leckerei einkochen soll. Ein Rezept für Erdbeersirup findet ihr hier. Für Kirsch-, Heidelbeer- oder Himbeersirup einfach die Erdbeeren ersetzen und ggf. die Zuckermenge anpassen.

Puddingpulver

Für Puddingpulver braucht es wirklich keine Fertigmischung, sondern nur 36g Speisestärker, 1 Teelöffel Vanillezucker und 1 Esslöffel Rohrzucker. Für die Schokoladenvariante mische ich noch 1 TL Kakao und geraspelte Schokolade hinzu. Gekocht wird der Pudding dann wie gewohnt mit einem halben Liter Pflanzenmilch.

Popcorn

Popcorn war eins meiner ersten #zerowaste Süßigkeiten, die ich für mich entdeckte. Auch hier braucht es keine Fertigmischung in der Tüte oder kaltes süßes Popcorn aus einem 5 Liter Eimer. Ich kaufe stattdessen Popcornmais im Unverpacktladen und lasse es in einem Topf mit etwas Öl aufpoppen. Gesüßt wird ganz nach Bedarf mit Puderzucker. Eine genaue Anleitung findet ihr hier.

Apfelchips

Seit diesem Jahr besitze ich einen Dörrautomaten. Da dieser viel Platz benötigt und nicht jeden Tag benutzt wird, teile ich ihn mit der Familie. So gibt es jetzt regelmäßig getrocknete Äpfel, Birnen oder auch Orangen (als Deko). Für die Apfelchips das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in Scheiben schneiden. Die Scheiben auf mehrere Gitterroste verteilen und für 5 Stunden (die genaue Zeit ist abhängig von der Dicke der Spalten) im Dörrautomaten bei 50 Grad trocknen lassen. Ohne Dörrautomat kann ein Gitter über der Heizung positioniert werden. So sind die Ringe im Winter auch nach 2 Tagen trocken.

Vanillezucker

Vanillezucker oder besser gesagt die günstige Alternative Vanillin-Zucker gibt es in vielen kleinen bunten Tüten zu kaufen. Dabei braucht es für echten Vanillezucker nur eine hochwertige Vanilleschote und Zucker. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und das enthaltene Mark auskratzen. Die übriggebliebene Schote im Mixer zerkleinern oder im Ganzen zusammen mit dem Mark in ein 200 ml Glas voll Zucker geben. Schote und Mark geben zusammen ihr Aroma an den Zucker ab. Die Ziehzeit beträgt mindestens zwei Wochen.

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