Unsere Wälder & das Baumaterial Holz + Holzboden von ondo

[Werbung] In Zeiten des Klimawandels wird den Wäldern dieser Erde eine Schlüsselrolle zugesprochen. Insbesondere Bäume können atmosphärischen Kohlenstoff über Jahrzehnte binden, gleichen Temperaturschwankungen aus, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und das Grundwasser… Doch gleichzeitig ist das Ökosystem Wald auch gefährdet. Aufgrund von aufkommender Hitze und Dürre kommt es viel zu oft zu Extremsituationen, die die Pflanzen schwächen und sogar zum Sterben bringen.

Nur ein intaktes Ökosystem mit vielen verschiedenen Pflanzenarten bleibt ein beständiges Ökosystem.

Dabei spielt auch das Alter eines Waldes eine große Rolle, denn alte Wälder sind oft struktur- und artenreicher als junge Wälder. Die Bäume in den skandinavischen Ländern werden zum Beispiel relativ jung als Industrieholz geschlagen. Kahlschläge sind keine Seltenheit und stellen für das Ökosystem Wald eine große Gefahr da. In Zeiten des Klimawandels wird deshalb eine nachhaltige Bewirtschaftung immer wichtiger. Bei einer nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes ist es nicht nur von Bedeutung, dass nicht mehr Holz gefällt wird, als dauerhaft nachwächst. Auch die Schutzfunktion des Waldes sowie eine intakte Boden, Tier- und Pflanzenwelt muss berücksichtigt werden. Dabei ist ein Mischwald deutlich widerstandsfähiger gegen Schädlinge als eine Monokultur mit Kiefern oder Fichten. Als Leitlinien der nachhaltigen Forstwirtschaft gelten der Verzicht auf Kahlschlag, kein Einsatz von Pestiziden und der Erhalt von Biotopholz. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Wald bei nachhaltiger Bewirtschaftung, aber auch durch Waldwiederherstellung und Erhaltung einen wesentlich höheren Beitrag (geschätztes Potenzial liegt dabei bei 1.5 bis 2. 5 Milliarden Tonnen CO2 jährlich) zur Verminderung des Klimawandels leisten könnte, als er heute tut.

Baumaterial Holz

Mit Holz verbinde ich Wärme, Geborgenheit und Ruhe. Wohnräume mit Holz sind für mich Wohlfühlorte. Mit diesem Gefühl bin ich wohl nicht allein, denn die Inneneinreichung mit Holz wird oft mit einem guten Raumklima in Verbindung gebracht. Dies verdankt der natürliche Rohstoff seinen regulierenden Eigenschaften. Holz beeinflusst die Raumtemperatur positiv, kann überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeben. Doch Holz als Baumaterial hat noch viele weitere Vorteile. Zum einen handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Genauso wichtig ist allerdings auch, dass Holz bei der Herstellung viel weniger energieintensiv ist als zum Beispiel massive Stahlträger oder Beton. Darüber hinaus ist Holz verbaut als Wandverkleidung oder Möbel ein wichtiger Kohlenstoffspeicher.

Holz ist CO2-neutral. Bei der Verbrennung und Verrottung von Holz wird so viel CO2 freigesetzt, wie die Bäume beim Wachstum binden. So lange es Holzbauwerk oder Möbel oder als Papier gebunden oder gestapelt ist, ist das CO2 dem Kreislauf entzogen.

Schumacher, W. (1996) In: Nachhaltige Forst- und Landwirtschaft S. 341

Naturholzböden von ondo

Bei dem Bau unseres Tiny House entschieden wir uns neben Innen- und Außenwänden aus Holz auch für einen Holzfußboden. Dabei überlegten wir uns schon bei der Planung, welche Ansprüche wir an unseren Fußboden haben: Natürlich und langlebig sollte er sein, sowie für Fußbodenheizung geeignet. Außerdem sollte man nicht zu schnell Abdrücke oder Kratzer sehen. So fiel unsere Wahl auf die Parkettböden von ondo by Admonter – genauer gesagt auf den Eichenboden Joris pur.

Warum ondo?

Die Parkettböden von ondo stammen zu 100% aus Österreich. Das Holz kommt nicht nur direkt aus der Region, sondern auch aus nachhaltiger Forstwirtschaft. So werden die Transportwege kurzgehalten und garantiert, dass nur so viele Bäume gefällt werden, wie auch wieder nachwachsen. Hinzu kommt, dass die Böden just in time produziert werden und so eine Überproduktion und Ressourcenverschwendung vermieden werden kann.

Die Eichenböden werden in neun verschiedenen Farben und insgesamt bis zu fünf Sortierungen angeboten. So wie jeder Baum anders ist, ist auch der Fußboden einzigartig. Die unterschiedlichen Farbnuancen und Sortierungen helfen den für den eigenen Wohnraum am besten passenden Fußboden zu finden. In der Variante edel sind zum Beispiel keine Aststellen und nur wenige Maserungen enthalten. Lebhaft oder auch kraftvoll hingegen sorgen mit ihren unterschiedlich dunklen Stellen und Aststrukturen für ein abwechslungsreiches Bodenmuster. Die verschiedenen Vorsortierungen haben zur Folge, dass es beim Verlegen weniger Verschnitt gibt, denn wer keine dunkleren Stellen im Holz mag, der entscheidet sich gleich für die gleichmäßigeren Varianten edel oder auch schlicht.

Fußbodenaufbau

Das 13mm dicke Eichenparkett weißt es ein 3-Schichten-Aufbau auf. Sichtbar ist die 2,5 mm geölte Eichendecklage. Darunter befindet sich eine Kernschicht aus Fichte, welche für die Stabilität des Bodens sorgt und die Unterseite ist ein Schälfunier. Verlegt wird der Boden einfach und schnell mit einem Klicksystem (lock – it System). Da unser Tiny House nur eine überschaubare Wohngröße hat, bedeutete in diesem Fall schnell wirklich ziemlich schnell. Bei der Verlegung haben wir uns dafür entschieden den Boden schwimmen zu verlegen und so auf schädliche Klebstoffe zu verzichten. Hierbei muss ein Abstand zwischen Fußboden und Wand unbedingt beachtet werden. Den kleinen Spalt werden wir später mit einer Fußleiste überdecken.

Noch ein Tipp: Die einzelnen Dielen gibt es in verschiedenen Längen und Breiten. In unserem Fall konnten wir zwischen einer Breite von 158 und 192 mm wählen. Die Länge variiert zwischen 1850, 2000 und 2400 mm. Da unser Haus im Innenraum eine Breite von knapp 2300mm aufweist, hätten wir bei einer Länge von 2400 mm unglaublich viel kleinteiligen Verschnitt gehabt. Wählt also gerade bei kleinen Rämen eine fürs Verlegen angenehme Länge.


Bezugsquelle für den Naturholzboden ist zum Beispiel die Luhmann GmbH:
Im Rolande 3, 29223 Celle, Deutschland
E-Mail: mfelgenhauer@luhmann.info
Telefon: 05141/384319

Anmerkung: Für diesen Artikel wurde mir der Naturholzboden freundlicherweise von ondo kostenlos zur Verfügung gestellt.

Quellen:
Quelle 1: Hampicke, U. (2018). Kulturlandschaften. Äcker, Wiesen, Wälder und ihre Produkte. Berlin: Springer Verlag.
Quelle 2: Schumacher , W. (1996). Voraussetzungen und Gestaltungsmoglichkeiten einer nachhaltigen naturnahen Waldbewirtschaftung. In: Linckh, G. et al. Nachhaltige Forst- und Landwirtschaft. Berlin: Springer Verlag.
Quelle 3: Häusler, A. und Scherer-Lorenzen, M. (2002) Nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland im Spiegel des ganzheitlichen Ansatzes der Biodiversitätskonvention. Bonn: Bundesamt für Naturschutz.
Quelle 4: Blaser, J. und Gardl, O. (2019) Wald in der globalen Klimapolitik. In: Schweizer Zeitschrift für Forstwesen.
Quelle 5: Ondo by Admonter


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