Im Herbst ist Apfelzeit – Von eingekochtem Gelee bis Mus

Hinter meinem Tiny House steht ein alter, krummer Apfelbaum, welcher von Ende September bis in den November rein die leckersten Äpfel trägt. Mit dem Essen der leicht sauren Sorte kommen wir dabei allerdings schon lange nicht mehr hinterher. Deshalb habe ich in den letzten Wochen ganz viel Apfelmus eingekocht und Apfelkuchen gebacken.

Außerdem dachte ich schon ein bisschen an die Adventszeit, denn die ersten Gläser Apfelgelee mit Zimt und Nelken stehen auch schon in meinem Vorratsschrank. Diese werde ich zusammen mit selbstgemachter Hagebuttenmarmelade zu Weihnachten verschenken.

Rezept für weihnachtliches Apfelgelee

Zutaten:

⇒900 ml Apfelsaft
⇒1 Orange
⇒1/2 Zitrone
⇒1,5 TL Lebkuchengewürz
⇒80g Zucker
⇒2 Beutel Agar-Agar (für 1 Liter Flüssigkeit)

Anleitung:

Die Orange sowie Zitrone auspressen und zusammen mit dem Apfelsaft in einem großen Topf aufkochen. Das Lebkuchengewürz einrühren und die Mischung eine Stunde ziehen lassen. Danach den Herd wieder anschalten, um den Saft erneut köcheln zu lassen. Zucker hinzufügen und warten bis dieser sich aufgelöst hat. Abschließend kommt das Agar-Agar hinzu. Gründlich umrühren bis vom Pulver nichts mehr zu sehen ist und das Gelee heiß in die sterilisierten Gläser abfüllen. Bei mir wurden es sieben kleine Gläser mit je 160ml. Für eine lange Haltbarkeit die Gläser bei 90 Grad für 15 min einkochen.

Apfelmus gehört für mich immer zu Kartoffelpuffer oder Pfannkuchen dazu. Beim Einkochen habe ich mich für drei unterschiedliche Gläsergrößen von Weck (1 Liter, 580 ml und 370 ml) entschieden, damit ich auch mal nur eine kleine Portion zum Naschen habe. Insgesamt habe ich in der ersten Rutsche 5 kg Äpfel verarbeitet und dann noch in zwei weiteren Durchgängen je 3,5 kg Birnen mit einigen Händen voll heruntergefallener Äpfel eingekocht.

Apfelmus einkochen

Zutaten:

⇒2,5 kg Äpfel
⇒200 ml Wasser
⇒Zucker nach Säure (150g)

Anleitung:

Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend mit dem Wasser in einem großen Topf weichkochen und zwischendurch umrühren, damit nichts am Topfboden anbrennt. Für ein feines Mus die Menge pürieren. Alternativ einfach mit einem Kartoffelstampfer das weiche Obst zerdrücken. Gesüßt wird nach Säure der Äpfel. Ich verwende meist 150g Rohrzucker. Außerdem lecker ist etwas Zimt oder das Mark einer Vanilleschote. Ich koche das Apfelmus aber lieber pur ein und entscheide bei jedem Glas neu, ob ich noch weitere Gewürze hinzufügen möchte.

Variation Birnen-Apfelmark: Ein Teil der Äpfel durch Birnen ersetzen. Dafür zum Beispiel 1,6 kg Birnen verwenden und mit 0,8 kg Äpfeln ergänzen. Nach Einleitung kochen und bei sehr weichen Birnen die Wassermenge etwas reduzieren. So kann der Zucker durch die Süße der Birnen auch komplett weggelassen werden.

Bei der Einkochzeit habe ich mich an das Weckbuch gehalten. So braucht das Apfelmus 30 min bei 90 Grad im Einkochtopf.

Neben Apfelmus habe ich dieses Jahr auch ein paar Apfelspalten eingekocht. Diese eigenen sich zum Beispiel für Apfelkuchen, wenn es im Frühling nur noch die Äpfel aus Neuseeland gibt. Erhitzt mit etwas Zimt, Rosinen und Marzipan ergeben die eingekochten Äpfel außerdem ein leckeres Winterdessert. Eine Kugel Eis darf dazu dann natürlich nicht fehlen.

Äpfel einkochen

Zutaten:

⇒1 kg Äpfel
⇒500 ml Wasser
⇒300g Zucker

Anleitung:

Die Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann werden sie in die Gläser geschichtet. Hierfür habe ich die 850 ml Sturzgläser verwendet. Das Wasser erwärmen und den Zucker darin auflösen. Anschließend das Zuckerwasser in die Gläser füllen und zum Rand mindestens einen Finger breit Luft lassen. Zusammen mit dem Apfelmus können die Stücke dann bei 30 Grad für 90 Minuten eingekocht werden.

Weitere Apfelrezepte:

Apfelmuffins, Kuchen oder Strudel? So richtig kann ich mich da immer nicht entscheiden. Also backe ich meist nicht nur einen Kuchen, sondern auch noch ein paar Muffins dazu. Dafür verwende ich kleine Muffinförmchen aus Emaille. Diese sind nicht mit einer giftigen Antihaftbeschichtung aus Plastik versehen und lassen sich im Gegensatz zu den Papierförmchen immer wieder verwenden.

Empfehlen möchte ich an dieser Stelle noch den Blog allmydeer. Dort findet ihr ein leckeres Apfelstrudelrezept, welches von Verenas Oma stammt und mit Zimt und Zucker wunderbar in den Herbst passt. Der Blog steckt insgesamt voller weiterer saisonaler und regionaler Rezepte. Aufgewachsen auf einem Biobauernhof in Bayern gibt Verena außerdem ihr Bio-Wissen an ihre Leserinnen und Leser weiter.

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