Fair Fashion: Nachhaltige Unterwäsche

Passende Unterwäsche zu kaufen ist nicht so einfach. Dann noch nachhaltige und bezahlbare Unterwäsche zu finden huuu – das ist wirklich nicht so einfach. Glücklicherweise habe ich auch hier wieder eine tolle Firma entdeckt. Die – schon wieder – ihre Artikel online verkauft. Mit dem Onlineshoppen kann ich mich nicht wirklich anfreunden, da in meinen Augen das einzelne Versenden zum Kunden nicht nachhaltig ist. Jedoch bieten sich gerade in Sachen Unterwäsche erst wenige Alternativen. Marken wie hessnatur haben zwar auch eine Verkaufsstelle, die liegt aber in diesem Fall zum Beispiel in Hamburg. Da fahr ich jetzt nicht nur wegen eines BHs hin.
Als ich meinem Freund erzählte, dass ich mir jetzt faire und ökologische Unterwäsche kaufen möchte bekam ich von ihm den Kommentar: oh ne – nicht so ollen Baumwollschlüpper. Ich wette einige von euch hatten den gleichen Gedanken. Glücklicherweise gibt es wirklich schöne (sexy) Unterwäsche von Firmen, die eben nicht auf billige Polyesterfasern setzen. Vorstellen möchte ich euch die Wäsche -in dem Fall ein BH – von erlich textil.

Ich habe lange überlegt ob ich mir diesen BH wirklich kaufen soll. Die Kollektion von erlich textil ist nämlich bei allen BHs in einer Sache gleich: sie verzichten auf Bügel. Meinen letzten bügellosen BH hatte ich glaube in meiner Schulzeit. Als ich mit Beginn des wachsenden Busens noch Bustiers getragen habe. Danach sind die bügellosen Varianten einfach aus meinem Schrank verschwunden. Bis jetzt. Ich hatte nämlich vergessen wie verdammt bequem die Teile sind. Einfach unglaublich. An dieser Stelle kommt jetzt mal ein Hochlied auf diesen BH, für das ich nicht bezahlt werde:

Der Stoff des BHs ist so unglaublich weich. So weich, dass ich nicht das Gefühl habe einen BH zu tragen. Einfach traumhaft. Dabei gibt der BH trotz fehlender Bügel trotzdem Halt.

*Ende des Lobliedes*

Der Rücken des Modells mathilda  besteht komplett aus Spitze, weshalb ein Verschluss nicht vorhanden ist. Auch das sorgt für ein angenehmes Tragegefühl. Allerdings hätte ich mir doch einen Verschluss gewünscht, damit dem ich den Umfang des BH einen tick enger stellen könnte. Immerhin lässt sich aber die Länge der Träger variieren.

Neben dem Aussehen und dem Tragegefühl ist ganz klar der Nachhaltigkeitsaspekt wichtig. Wie ich letztens in einem wunderbaren Spruch gelernt habe:
Nackt rumlaufen ist die nachhaltigste Option. Faire Mode die zweite
.
Da Lösung 1 keine Option war, habe ich mit dem BH für Lösung 2 entschieden.
Dabei stellt sich mir die Frage: wie fair ist dieser BH jetzt eigentlich?

Der Stoff der ungepolsterten Cups besteht zu 90% aus Modal und zu 10% aus Elastan.
⇒ Dabei ist Modal zwar eine synthetische hergestellte Faser, aber bestehend aus 100% natürlichen Zellstoff (Holz).
Laut Firma kommt das benötigte Holz von nachhaltig bewirtschafteten Buchenwäldern aus Österreich. Naja und die 10% Elastan sind ganz klar Kunstfaser. Trotzdem im Vergleich zu herkömmlichen BHs, die meist aus Polyamid, Polyester sowie Elasthan (mehr künstlich geht nicht) bestehen, ist der Stoff deutlich besser und natürlicher.

Zur Spitze am Rücken ist zu sagen, dass sie aus 68% Polyamid, 10% Rayon und 22% Elastan besteht. Hierbei wäre ein Modell ohne Spitze von den Materialien deutlich natürlicher. Bei mir hat dann aber doch die Optik gesiegt und ich hab mich mit einem Öko-tex Siegel und der Tatsache, dass die Materialien recycelt sind, zufriedengegeben. Gefertigt wird die Unterwäsche  übrigens in Europa [Quelle: erlich textil].

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Die Sendung wurde mir nach meiner Bestellung in einer kleinen Pappbox zugeschickt. Allerdings wurde der BH in eine Kunststofftüte als Schutz vepackt. Diese besteht zwar aus recyceltem Material (LDPE), aber ich hätte eine kleine Papiertüte trotzdem besser gefunden. Bezahlt habe ich für das Modell übrigens knapp 30€.

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