Die Zerstörung des Regenwaldes oder auch die Bedeutung von palmölfreier Seife

[Werbung] Die tropischen Regenwälder sind ein unfassbar wertvoller Lebensraum und beinhalten fast 50% unserer Tier- und Pflanzenwelt. Zusätzlich sind sie die grüne Lunge der Erde und haben einen großen positiven Einfluss auf unser Klima. Doch leider zerstören wir diese Vielfalt Tag für Tag. Wie? Mit dem Konsum von Schokoladen, Margarine und Biodiesel oder dem Gebrauch von Kerzen und Kosmetik. In vielen dieser Produkte steckt nämlich Palmöl. Palmöl, welches auf Flächen des tropischen Regenwaldes angebaut wird. Für den Anbau von Palmöl kommt es zur Trockenlegung von kohlenstoffreichen Torfmooren sowie zur Brandrohdung. Und da die Nachfrage nach Palmöl stetig wächst, werden immer neue Anbauflächen im feuchtwarmen Klima benötigt.

Im Erntejahr 2017/18 wurden weltweit 64,81 Tonnen Palmöl verbraucht.

Ein Verbot von Palmöl für sämtliche Produkte ist allerdings nicht unbedingt sinnvoll. Da Palmöl im Vergleich zu Raps- oder Sonnenblumenöl ertragsreicher ist, würden Unmengen an zusätzlicher neuer Anbaufläche benötigt werden. Hierbei betont allerdings der WWF, dass „beim Ersatz von Palmöl durch heimischen Raps […] die biologische Vielfalt weniger leiden [würde], weil Deutschland verglichen mit tropischen Ländern eine geringere Artenvielfalt beheimatet.“ Der vollständige Ersatz des begehrten Palmöls durch Kokosöl ist übrigens auch keine Lösung, denn auch die Kokospalme wächst nur in feuchtwarmen Gebieten.

Ich bin der Meinung, dass wir aufhören müssen Palmöl in jedes Produkt zu stecken, nur weil es billig ist. Unser Ziel sollte es sein, nachhaltigen Anbau zu gewährleisten – ohne Brandrodung oder die Zerstörung von Torfmooren. Um die Nachfrage nicht immer weiter zu steigern, sollten wir deshalb auch auf andere Öle und insbesondere auf regionale Öle setzen.

Im Durchschnitt bestehen Seifen zu 55% aus Palmöl. Auf 120.000 t verbrauchter Seifen in Deutschland bezogen sind das 66.000 t Palmöle [pro Jahr].

– WWF

Die Firma KLAR Seifen ist Deutschlands älteste Seifenmanufaktur in Familienhand und hat sich als Unternehmensziel gesetzt Palmöl aus allen ihren Seifen zu streichen. Die frühere Hauptzutat aus biologischem Anbau soll in Zukunft durch Olivenöl aus Griechenland ersetzt werden. Da dieses Ziel nicht von heute auf morgen erreicht werden kann, erfolgt die Umstellung schrittweise. Inzwischen gibt es schon 8 palmölfreie Seifen im Sortiment. Dazu zählen Kernseife, Gesichtsseife mit Aktivkohle sowie verschiedene Sorten Handseife und Körperseifen.

Kernseife als Allroundtalent im Haushalt

Kernseife gehört für mich zu den besten Seifen und sollte in jedem Haushalt vorhanden sein! Warum? Weil Kernseife so unglaublich vielseitig ist. Raspelt man Kernseife und vermischt es mit Wasser so ergibt es wunderbar einfaches Spülmittel – komplett ohne Plastikmüll. Auch Waschmittel oder Geschirrspülmittel lassen sich mit Kernseife herstellen. Außerdem ist die reine Seife ein beliebtes Hausmittel gegen Blattläuse und eignet sich natürlich auch zur Körperpflege. Leider war es für mich in der Vergangenheit sehr schwer palmölfreie Kernseife zu bekommen, denn die meisten bekannten Kernseifen bestehen – auch im Bioladen – aus (Bio)Palmöl. Mit der Kernseife von KLAR habe ich jetzt eine palmölfreie Alternative auf Olivenölbasis gefunden. Außerdem wichtig in Punkto Nachhaltigkeit ist, dass der Anteil von Kokosöl möglichst gering ist (unter 20 %).

Seifen auf Olivenölbasis

Ich bin ein großer Fan von Kosmetikprodukten mit Olivenöl. So nutze ich bereits seit einigen Jahren eine Olivenölseife zum Haarewaschen. Der Vorteil von Olivenöl in der Seife ist die pflegende und milde Wirkung. So ist Olivenöl zum Beispiel auch ein gutes Hausmittel gegen trockene Kopfhaut und wird als entzündungshemmend bezeichnet.

Nachhaltigkeit ist ein Prozess

Die Seifen von KLAR aus Heidelberg sind seit vielen Jahren (die Marke gibt es bereits seit 1840) plastikfrei verpackt, langlebig und vegan. Auf künstliche Konservierungsstoffe wie Parabene und Silikone wird verzichtet. Stattdessen werden auf pflanzliche Öle aus biologisch kontrolliertem Anbau gesetzt. Trotzdem reicht der Firma das inzwischen nicht mehr. So wird derzeit zum Beispiel außerdem daran gearbeitet das komplette Sortiment als Naturkosmetik nach COSMOS zu zertifizieren. Auch hier wurden bereits die ersten Seifen zertifiziert. Ich finde es wichtig, dass wir die Produkte und ihre Zutaten, die wir kaufen oder eben herstellen, immer wieder hinterfragen. Wie man anhand des Palmöls sieht ist es dabei oft nicht so einfach sich für die nachhaltigste Lösung zu entscheiden.

Anmerkung: Der Beitrag ist von KLAR Seifen gesponsort. Meine Meinung wurde davon allerdings nicht beeinflusst. Ich bin bereits seitdem ich meine Haarseife auf Olivenölbasis für mich entdeckt habe ein großer Fan von Olivenölseifen und verzichte auf Palmöl, wo ich nur kann.

Quellen:

Quelle 1: WWF Studie: Auf der Ölspur
Quelle 2: WWF Waldbericht 2018
Quelle 3: BVE (2016). FAKT: ist | Teil 5 Nachhaltiges Palmöl
Quelle 4: Greenpeace Palmöl aus Indonesien
Quelle 5: Brad, A. (2019). Der Palmölboom in Indonesien. Zur Politischen Ökonomie einer umkämpften Ressource. Transcript Verlag.
Quelle 6: KLAR Seifen
Quelle 7: Statista


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