Unser Plastikmüll im September

Wenn ich mir unseren Plastikmüll am Ende des Monats so anschaue, dann reflektiere ich auch gleich was in dem Monat so passiert ist. Diesen Monat war ich viel unterwegs. Erst verbrachte ich eine Woche von der Uni aus in Berlin und zum Ende ging es für mich noch nach Leipzig.

Es ist gar nicht so einfach in einer fremden Stadt seinen Rythmus und seine Geschäfte zu finden. So war ich dieses Mal für Berlin besonders gut ausgestattet. Ich hatte neben einer großen Brotdose, Besteck und meiner Edelstahltrinkflasche auch meinen Strohhalm aus Edelstahl dabei. Allerdings wurden in einem Restaurant meine Wünsche trotzdem ignoriert und ich bekam ein Wasser mit Plastikstrohhalm. Was soll ich dazu noch sagen…!?
In einem anderen Beitrag hatte ich über den Laden SirPlus berichtet, welcher abgelaufenen Lebensmittel verkauft. Wir hatten dort Chips bestellt (viele Chips) und die ersten drei Packungen schon aufgegessen. Der Müll wanderte anschließend in das Glas. Wenn man bedenkt, dass die Lebensmittel ansonsten mit ihrer Verpackung in Müll gewandert wären, habe ich kein Problem mit dem von mir produzierten Plastikmüll.

Wenn man die Wahl hat noch genießbare Lebensmitteln in Plastikverpackung wegzuschmeißen oder nur die Verpackung in den Abfall zu geben, dann sollte die Entscheidung doch eigentlich klar sein.

Das sehen die Supermärkte und großen Konzerne anscheinend etwas anders. Schade, denn wir könnten so viel Müll sparen, wenn wir uns nicht immer von Mindesthaltbarkeitsdatum beeinflussen lassen würden.

Der restliche Plastikmüll ist übersichtlich, aber ich habe noch ein Erfolgserlebnis diesen Monat gehabt. Ich habe nämlich eine gute Alternative für das Heu für meine Rennmäuse gefunden. Die alte Verpackung war komplett aus Plastik. Die neue Verpackung des Heus besteht aus Papier und immerhin nur noch einem kleinen Sichtfenster aus Plastik (Müll oben rechts). Ich hatte schonmal den guten Tipp bekommen Heu doch einfach beim Bauern zu kaufen. Ähm ja. Würde ich, wenn ich nicht in einer Großstadt wohnen würde. Ich war dieses Jahr einfach zu faul. Die Plastikfolie oben links stammt von einem Käse, den ich im Bioladen im Stück gekauft habe und der einfach schon in Folie eingepackt war.

Eine interessante Frage, die mir letztens gestellt wurde, möchte ich hier nochmal aufführen. Ich wurde nämlich gefragt, warum bei mir keine Kassenbons im Müllglas landen.
Dazu erstmal die Hintergrundinformation: Kassenzettel gehören nicht in den Papiermüll. Das liegt daran, dass diese aus Thermopapier bestehen und eine BPA-Schicht enthalten. BPA ist dabei hoch giftig (Quelle).

Warum bei uns zu Hause kein Müll von Kassenbons anfällt hat mehrere Gründe:
⇒ In vielen Unverpacktläden sowie im Bioladen wird eine Rechnung nicht automatisch, sondern nur auf Wunsch ausgedruckt. Hier können wir uns aktiv gegen einen Ausdruck entscheiden.
⇒Einige Bioläden haben auch Kassenzettel, welche nicht auf Thermopapier gedruckt werden.
⇒ Wird bei unserem Einkauf ein Kassenbon ausgedruckt, so weigern wir uns diesen mitzunehmen. Logischerweise fällt so trotzdem Müll an, allerdings bin ich der Meinung, dass wenn alle Kunden auf ihren Ausdruck verzichten würden, diese auch nicht mehr automatisch ausgedruckt werden.

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