Plastikfreier Juli?

Gerade diesen Monat hat das mit dem Müllsparen ja mal so gar nicht geklappt… Gar nicht ist vielleicht ein bisschen übertrieben – sagen wir schlechter als sonst, aber der Reihe nach.

Der plastikfreie Juli begann mit meinem Geburtstag. Ich hatte mich innerlich schon auf einen großen Haufen Müll in Form von Einpackfolie gefasst gemacht. Aber dem war nicht so. Die meisten meiner Geschenke waren in Zeitungspapier eingepackt. Darüber hinaus bekam ich sogar leckere Lebensmittel aus dem Unverpacktladen geschenkt und einen tollen Gutschein, für den ich mir bei meinem nächsten Großeinkauf etwas ganz besonders Leckeres kaufen werde. Besonders gefreut habe ich mich auch über einem Korb von meiner Oma, der frisches Obst und Gemüse direkt aus ihrem Garten enthielt.

Nach meinem Geburtstag begannen die Reparaturen an unserem Wohnmobil und somit nahm der Müll zu. Für das kaputte Dachfenster ließen wir eine neue Scheibe anfertigen, die zwar auf Wunsch in einer großen Pappverpackung kam, aber mit Plastikband fest verschnürt war… So hatten wir uns das nicht vorgestellt.
Mitte Juli war damit unser Müllglas schon voll (danke Toilettenpapierverpackung). Also entschloss ich mich (sehr zerknirscht), dass wir wohl diesen Monat ein zweites Glas brauchen werden. Tja weg war der gute Vorsatz zum Thema plastikfreier Juli. Anstatt unseren Müll diesen Monat zu reduzieren, haben wir ihn fast verdoppelt.

Im zweiten Glas wurde der Verpackungsmüll für mein neues technisches Gerät verstaut. Ich hatte euch vor ein paar Wochen von meinem Gedanken bezüglich der Verminderung unseres Papiermülls erzählt. Im Zuge dessen hatte ich versucht rauszufinden, ob ein papierloses Studium mit Tablet nachhaltiger ist. Leider blieb meine Suche ergebnislos. Also musste ich entscheiden, was wohl für mich die bessere Lösung ist. Da mein Laptop nach 5 Jahren (Warum geht Technik so schnell kaputt?? Das ist doch echt kein Alter!) nicht mehr transportfähig ist (danke kaputtes Schanier) und sowie so zu groß zum Mitnehmen in die Uni – entschied ich mir für den Kauf eines 2-1 Tablet. Ehrlich gesagt war ich beim Kauf echt froh, dass die restliche Verpackung aus Pappe besteht.

Und als wäre das nicht genug Müll für einen Monat wurde mein Freund am Ende des Monats auch noch krank. Von dicker Erkältung und Grippe geplagt lehrte er unser Nasenspray und Meditonsin, welches es glücklicherweise in einer Glasflasche zu kaufen gibt und somit nur der Deckel im Glas landete. Das gleiche gilt für Nasenspray, allerdings ist unsere im müllgelandete Verpackung schon älter und leider noch vollständig aus Plastik… Hierbei die Frage: welche Alternative gibt es zu Nasenspray? Es wird von uns zwar nur selten benutzt, aber wenn Inhalieren nicht mehr hilft kenne ich wenig andere Lösungen… Hat jemand Erfahrungen mit einer Nasendusche?
An dieser Stelle nochmal die Anmerkung, dass man Salbeibonbons ganz wunderbar selber machen kann – oder auch in Kräuter/Teeläden kaufen. In Hannover bekommt ihr die im Kräuter Basar. Versteht mich nicht falsch, bei Medikamenten geht mir unsere Gesundheit echt vor, allerdings versuche ich auch hierbei das Sparpotenzial zu optimieren.

So und damit war der Monat Juli schon wieder um. Wie es ist bei euch gelaufen? Ich würde mich sehr über Nachrichten und E-Mails von euch freuen. Vielleicht mögt ihr eure Challenge vom plastikfreien Juli ja auf die weiteren Monate des Jahres ausweiten. Auch wenn ich fast nur über unseren Müll gemeckert habe, ist mir trotzdem bewusst wie weit wir schon gekommen sind. In den 1,5 Jahren haben wir es von einem Plastiksack auf ein kleines Glas pro Monat geschafft, was mich schon echt freut.

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