Plastikfrei einkaufen ohne Unverpacktladen

Nicht alle Menschen haben den Luxus einen Unverpacktladen in der Gegend zu haben. Gerade die Leute, die auf dem Land wohnen müssen zu viele Kilometer zu den nächsten Loseladen zurücklegen. Also habe ich mal wieder ausprobiert, welche und wie viele Lebensmittel man trotzdem unverpackt bekommt. Genau so habe ich es letztes Jahr zu Anfang auch gemacht, da ich nur selten in den Unverpacktladen gefahren bin. Seit dem es den Natürlich und Unverpackt in Werdau gibt hat sich mein Einkaufsverhalten (weniger konventioneller Supermarkt, mehr Unverpacktladen) geändert.

Meine erste Station war ein herkömmlicher Supermarkt. In diesem Fall Edeka. Plastik kam nicht in meinen Einkaufswagen, ansonsten habe ich ihn recht gut gefüllt.

Hier bekam ich Bier, Milch, Saft und Jogurt in Pfandgläsern. Außerdem auch Mais, Schafskäse, Kidneybohnen und Tomatensoße sowie einen Smoothie im Glas. Auch Obst und Gemüse bekommt man ohne Probleme lose. Ich habe nur manchmal Probleme Pilze zu bekommen und Salat gibt es nur selten ohne Verpackung. Dank Edeka Wucherpfennig in Hannover habe ich das Glück Käse, Wurst, Fleisch sowie Oliven in meiner eigenen Dose kaufen zu können. Dies ist aber auch in vielen Bioläden sowie auf dem Markt möglich. Auch lokale Geschäfte bieten das an – einfach mal nachfragen.

Bioladen: Im Bioladen bekomme ich etwas mehr unverpackte Lebensmittel als im herkömmlichen Supermarkt. Die Auswahl an unverpackten Bioprodukten ist größer, da sie im herkömmlichen Supermarkt teilweise extra in Folie eingepackt sind. Stichpunkt Biogurke in Plastikfolie… Darüber hinaus kann ich hier auch Seifen ohne Verpackungen kaufen. Auch Spülbürsten aus Holz und Kerzen kaufe ich im Bioladen. Das Besondere ist aber die Butter, die ich nur im Bioladen in Pergamentpapier bekomme.

(Vom Fass): Ist ein toller Öl/Essig/Likörladen bei dem man seine Flaschen immer wieder befüllen kann. Allerdings gibt es diesen auch nur in einigen größeren Städten.

Markt: Der wöchentliche Einkauf auf dem Markt gleicht einem Einkauf im Paradies. Man bekommt regionale und saisonale Produkte unverpackt. Alles was ich an Obst und Gemüse ohne Verpackung nicht im Supermarkt bekomme finde ich spätestens hier (in erster Linie Salat). Außerdem finden sich hier auch weitere Leckereien wie Trockenfrüchte oder Kekse vom Bäcker.

Weitere Süßigkeiten kann man bei Ikea oder Galeria Kaufhof kaufen. Beide Läden haben Spender zum Abfüllen. Schokolade würde ich im Internet bestellen.

Was fehlt jetzt noch auf meiner Liste?

  • Reis
  • Nudeln
  • Putzmittel
  • Kosmetik
  • Tee und Kaffee
  • Toilettenpapier

Reis bekommt man außerhalb eines unverpackten Ladens wohl nur im Internet. Alternativ muss man größere Mengen kaufen. Nudeln gibt es immerhin in der Pappverpackung mit nur kleinem Plastikfenster.

Glücklicherweise gibt es noch relativ viele Teegeschäfte. Diese füllen den losen Tee gerne in mitgebrachte Gefäße. Kaffee habe ich letztens im Fairtradeladen gekauft. In manchen Orten gibt es aber auch noch kleine Röstereien, die ihren Kaffee oder auch die Bohnen lose verkaufen. Hier muss man gucken, welche Geschäfte vor Ort vorhanden sind.

Putzmittel und Kosmetik kann ich nur empfehlen selber zu machen. Dies ist günstiger und umweltfreundlicher.

Übrig bleibt Toilettenpapier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.