Buchreview: Das kleine Buch vom Aufräumen

Mich hat die Aufräumwut gepackt. Begonnen hat das mit meinen Gedanken über Minimalismus und dem Gefühl zu viele unwichtige Dinge in meinem Leben zu haben. Dazu habe ich vor einigen Wochen das bezaubernde Buch Einfach leben vorgestellt. Diesen Titel habe ich mir zu Herzen genommen und angefangen mal gründlich den Inhalt meiner Wohnung zu überdenken. Dabei bin ich ziemlich konsequent und halte meine Vorsätze wie meinen Konsum zu überdenken ein. So wird nach und nach meine Wohnung befreit und die Lücken nicht gleich wieder gefüllt. Manchmal reicht aber dieser erste Anschubs nicht und man braucht einen Plan. Dabei sollte ich erwähnen, dass ich Pläne liebe. Essensplan, Einkaufsliste und To-Do Liste – all diese Dinge habe ich schon lange in meinen Alltag integriert. Sie geben mir einen Leitfaden und damit Sicherheit.
Jetzt kommt noch eine Aufräumanleitung dazu und so bin ich auf das Buch: Das kleine Buch vom Aufräumen von Beth Penn gekommen.

Das Buch beschäftigt sich inhaltlich besonders mit den Fragestellungen: Was sind all die überflüssigen Dinge in meiner Wohnung? Wie werde ich sie los? Wie vermeide ich sie auch in der Zukunft? Dabei gefallen mir besonders die kleinen Anleitungen und Tipps, die mir dabei helfen mich vom Ballast zu trennen. Besonders das Thema zukünftige Shoppingtouren steht für mich im Mittelpunkt, denn was bringt mir das ganze Aufräumen, wenn meine Wohnung nach einem halben Jahr wieder genauso voll ist? Hierbei sollte sich Jeder immer wieder die Frage stellen, ob man den zu kaufenden Artikel wirklich braucht. Als eine bessere Alternative wird im Buch das Mieten oder Borgen von Gegenständen angesprochen. Gerade Gegenstände die man selten braucht, sparen beim Mieten Geld (fürs Kaufen), Zeit (fürs Pflegen) und Ressourcen (für die Produktion).

Aufräumen bedeutet aber nicht nur das Aufräumen von materiellen Dingen, sondern auch Aufräumen des eigenen Terminkalenders und der eigenen Zeit. Wie viel Zeit verschwenden wir indem wir am Smartphone spielen, Nachrichten schreiben oder nur mal schnell was gucken? Gerade abends fällt mir das immer wieder auf wie ich vom Hundertsten ins Tausendste komme… Das Thema Müll spielt auch in diesem Buch wieder eine Rolle. Eine gruselige Aussage ist, wie ich finde, das Amerikaner 5% der Weltbevölkerung ausmachen, aber für 30% des Mülls verantwortlich sind. Ich glaube da muss man nicht mehr viel zu sagen!

Ein Nachteil von dem Buch ganz klar, dass es so klein ist. Zwar habe ich mich auf meiner letzten Zugfahrt gefreut, dass das Buch perfekt in meine Tasche passt, aber am Ende hatte ich es doch ziemlich schnell ausgelesen. Aber die einzelnen Tipps habe ich zuhause dann doch noch öfter mal nachgeguckt.

Was ist jetzt aber mein persönliches Fazit bei den ganzen Gedanken über Minimalismus? Weniger ist mehr. Und aus diesem Grund gibt es jetzt erstmal einen Kaufstopp für meinen Kleiderschrank, denn ich habe alles was ich brauche. Schon letztes Jahr habe ich weniger gekauft (1 Hose, 1 Pullover, 2 Tops, 1 T-Shirt, 1 Paar Schuhe, 2 Bhs, 5 Unterhosen, 4 Paar Socken). Dieses Jahr warte ich erstmal ab. Und wenn ich im Laufe des Jahres das Gefühl habe das ich wirklich wirklich etwas Neues brauche oder mir meine Hose ungünstig reist so wie letztes Jahr, dann ersetze ich etwas altes, kaputtes durch faire oder gebrauchte Kleidung. Auf Fast Fashion möchte ich einfach verzichten. Ein passender Tipp, den ich jetzt neu gelernt habe: mehr auf kombinierbare Basicteile setzen.

Anmerkung: Das oben genannte Buch habe ich kostenlos vom Verlag Heyne zugeschickt bekommen. Vielen Dank dafür!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.